Diese Seite ist eine Auskoppelung und Vorgeschichte zu dem (entstehenden) Kriminalroman

"Bad Oldesloe - Endstation im HVV Nahverkehr"

Willkommen also beim Blogger Bertram und seinem  Zwillingsbruder Anton.

Und noch an alle Oldesloer - Antons und Bertrams Leben ist so viel aufregender als meines und - alle einzelnen Figuren entsprechen keinen lebenden oder verstorbenen Personen.

Der vermeintliche oder echte Justizskandal an dem Bertram und Anton arbeiten, basiert auf einer wahren Geschichte. Statt eine fremde Geschichte zu benutzen, habe ich meine eigene dafür übernommen, um irgendwelchen Plagiatsvorwürfen zu entgehen, die selbst dann entstehen können, wenn man von einem breit veröffentlichten Verbrechen erzählt, wie etwa im Falle des Buches "Tannöd" geschehen. Details auf Wikipedia.

Über diesen Blog

 

 

Nicht um Mord, sondern Geld geht es

Statt von den ewigen Mördern aus Habgier, Wahn oder sexueller Besessenheit, den Terroristen oder korrupten Präsidenten zu erzählen, wollte ich zumindest in diesem Buch etwas viel bodenständigeres, ehrlicheres widergeben. Meistens geht es im Leben und vor Gericht um Wirtschaftskriminalität, sehr viel weniger um Tötungsdelikte.

 

Ahnungslos vor Gericht

Das Problem dabei ist die Rechtsprechung als solche, weil eben Menschen dort sitzen, mit menschlichen Fehlern, Vorurteilen, Ab- oder Zuneigungen, die wir alle haben. Das zweite Problem ist speziell die deutsche Justiz vor allem im Strafrecht. (Nicht daß es in anderen Ländern dramatisch besser wäre, oft im Gegenteil. Aber der deutsche Durchschnittsbürger hat völlig falsche Vorstellungen davon wie die Justiz die Allgemeinheit vertritt. Die Rede ist oft von Polizisten, die im Dienst willkürlich versagen. Von Staataanwälten oder Richtern hingegen ist höchst selten die Rede.

Eine bekannte Gerichtsreporterin hat, angesichts eines viel diskutierten Falles, von der deutschen Justiz gesagt, daß diese im Großen und Ganzen funktioniere.

Dem würde ich sofort zustimmen, aber auch ergänzen wollen, daß es einige Juristen nicht immun gemacht hat, Fehler vertuschen, beerdigen, einfach durchdrücken zu wollen.

Anders gesagt, wenn es Ärztepfusch gibt, der heute in der öffentlichen Wahrnehmung angegangen und oft zugunsten der Patienten entschieden wird, dann fehlt eine solche Reform, um gegen Justizpfusch vorzugehen.

 

Die Hoheit abgegeben

In unseren Geschichten, die heute leider fast ausschliesslich aus dem Fernseher kommen, hat Hollywood so weit übernommen, daß kaum noch jemand sagen kann, wie man denn vor einem deutschen Gericht einen Einspruch vorbringen oder einen Zeugen aufrufen soll.

In einem der wichtigsten Bereich des gesellschaftlichen Lebens hat die Allgemeinheit aufgehört miteinander zu agieren. Am Ende können nur die Vermögenden sich nützliche Hilfe leisten. Alle anderen sind auf die Schar von Anwälten angewiesen, die "die Sache" zu einem schnellen, nicht allzu zeitintensiven Ende bringen müssen, weil sie sonst einfach keinen Lebensunterhalt davon bestreiten könnten.

 

Die Erosion des Vertrauens

Anwälte, die von Auftrag zu Auftrag jagen müssen, um am Ende des Monats die Kosten zu decken, Polizisten, die Gewalt der unteren Schichten ausgesetzt sind und selbst die Bürger fürchten müssen, werden ihrerseits von der Mittelschicht nur noch gerufen, wenn es das kleinere Übel ist. Wenn dann die Sache vor Gericht geht, entsteht schnell der Eindruck, daß man recht vielleicht nicht kaufen kann, aber Verteidigung schon, was am Ende den gleichen Effekt hat: Reich schlägt Arm, nicht Recht das Unrecht.

Ob das Gefühl nun berechtigt ist - oder die Bürger völlig falsch liegen, diese Möglichkeit darf gern mit erwogen werden, führt in jedem Falle zum selben Problem: Unabhängig davon, ob wir die Problematik und die Kriterien, die zu Entscheidungen führen, verstanden haben, geht der Nutzen schon dann verloren, wenn eine kritische Menge an Nutzern das Vertrauen in Institutionen hinterfragt. 

 

Dieser neue Krimi-Ansatz 

spielt jetzt mal in Deutschland in deutschen Verhältnissen - diesesmal ohne Spießbürgerlichkeit, ohne US-Waffenbrutalität und ohne schrecklich zu langweilen. Hoffe ich.

 

Das heißt, ich wollte in diesem Krimi mehr als üblich Realität hineinbringen. Ob das am Ende - auch ohne Mord und Totschlag - lesbar und unterhaltsam ist, weiß ich nicht. Aber es ist ehrlicher als vorher, als wir uns fast nur um amerikanische oder (speziell in meinem Falle) britische Kriminalfälle bekümmert haben.

 

Dafür habe ich mich einmal tief in Kriminalromane und die Literaturgeschichte des Genres versenkt, was die Schreibe nachher deutlich verändert hat. Das war unterhaltsamer und lehrreicher, als man annehmen mag.

Hätten Sie gewußt, daß Agatha Christie einmal verschwunden war und Arthur Conan Doyle, der Erfinder von Sherlock Holmes sich mit auf die Suche nach ihr machte?

Sie wurde quicklebendig in einem Hotel aufgefunden, wahrscheinlich ging es nur um eine unglückliche Ehe. Sie selbst hat diese Episode in ihrer Biographie nicht erwähnt.

 

 

Bertram & Anton

Das (Bild-)Material dafür habe ich teilweise geliehen, teilweise über Jahre ziellos zusammengesammelt. Der Blog ist entstanden, um den eigentlichen Krimi schon im Vorfeld zu bewerben. Ausserdem machen mir Laien-Fotografie und Videos und ihre Möglichkeiten Spaß.

 

 

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