Sara Lone

Sara Lone

Thriller mit zeitgenössischen Elementen aus den 60ern.

Klug gemachte vier Bände, nur der letzte fällt in Sachen Story etwas ab. Ein wenig CIA-Flair, ein einsames, starkes Mädchen gegen Männer, die einen Schatz wittern, den ihr fischender Vater gefunden hat, der im Suff so dumm war, davon zu erzählen.

Vor dem Hintergrund des Kennedy Attentates bleiben die Agenten, die Fischer und Gewerkschafter, die gegen ein Mädchen zusammen-halten und auch die Polizei, ziemlich realistisch, auch wenn man der Heldin nicht unbedingt die Scharfschützin abnimmt.

In Erinnnerung bleiben die gelungene Beschreibung einer Ellbogengesellschaft in den südlichen USA. Rassismus und auch Mord sind vielleicht nicht alltäglich für alle, aber wer sich in die Flammen begibt, kommt darin auch sehr schnell um. Die Konflikte und Abhängigkeiten Einzelner, die von ihrem Fischer-Beruf leben wollen und sich entscheiden müssen, also wegsehen sollen, wenn es "die anderen" trifft, also Schwarze oder Frauen, sind gut dargestellt, ohne zu moralisieren.

Gewinner sind einige wenige und der Staatsapparat ist zu sehr mit sich selbst und "dem Ansehen der Nation" beschäftigt, als daß man sich um die Sorgen von Fischern, Frauen oder Schwarzen beschäftigen kann. Wenn nötig, wird auch mit Verbrechern kooperiert, um den Staatszielen, die eher von ein paar übereifrigen Untergebenen als dem Präsidenten selbst definiert werden.

All Verlag, HC, vier Bände, abgeschlossen, Größere Leseprobe hier beim Verlag

 

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