Ein paar Basis-Fakten

Behauptung: "Populäre alte Krimis sind oft billiger und oft besser als neue Durchschnittsware."

 

Hier ist mein Rezept wie ich dafür vorgehen würde:

 

  1. Recherchiere das Werk, recherchiere den Autoren. Wenn sowohl das Werk als auch der Autor in Wikipedia gar nicht erst erwähnt sind, investiere keine Zeit. Wenn doch, mache weiter mit 2. 
  2. Suche auf Google nach Erwähnungen. Wenn es nur als Buchangebot auf den üblichen Foren erscheint, lass es bleiben. Wenn es bis hierher positiv war, dann gehe zu 3 für die perfekte Ausgabe.
  3. Recherchiere in der Deutschen Nationalbibliothek (www.dnb.de) welche Ausgaben es von dem Werk gibt und welche davon die komplette Reihe abbilden. Oder suche gleich nach einer Ausgabe in der originalen Sprache im Karlsruher Katalog.
  4. Für den besten Preis schlage auf unter www.eurobuch.com oder www.daistesja.de.
  5. Sollte das Wunschexemplar derzeit nicht am Markt verfügbar oder der Preis schlicht zu hoch sein, gibt es die schöne Option, sich kostenlos bei eurobuch.com registrieren zu lassen, um anschliessend eine Langzeitsuche unter der Option "Schwarzes Brett" aufzugeben. Sobald ihr Titel in Ihrem Preisrahmen auftaucht erhalten Sie eine Email. Sehr nützlich, wenn man sehr exakt angeben kann, welcher Titel gesucht wird. Diffuse Angaben führen schon einmal zu gar zu vielen Treffern.

   

Henry Amlau, Nennen Sie mich Kelim

 

Der Ullstein-Verlag hatte in den 60ern bis in die 70er rein eine populäre Reihe mit dem roten K aufgelegt, die sich bis heute unter Sammlern und Krimi-Freunden einer gewissen Beliebtheit erfreut, also es geschafft hat, dem Zahn der Zeit für ein kleines Publikum zu entgehen.

Trotzdem - dieser Titel und Autor sind in Wikipedia nicht zu finden.

James Hadley Chase, Lotosblüten für Miss Quon

 

Der Eintrag in Wikipedia ist mit einer langen Titelliste beinahe umfassend zu nennen. Der Autor war Engländer - und was fast noch wichtiger ist: Die Geschichten mußten in den USA spielen, obwohl der Autor kaum einen Bezug dorthin hatte.

Interessant aber wird die Person erst dann, wenn man einen der lieblos gelisteten Links ganz am Ende liest...

 

Kurz gefasst: Chase schrieb kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges einen überaus harten und extrem populären Thriller, der tatsächlich nicht zensiert, aber in Neuauflagen nach dem Krieg ständig weiter entschärft wurde. Es war einfach genau diese Zeit, die eben diesem Gefühl entsprach.

Antiquariat ZeitenWanderer
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